Geschäftsidee Blog … „Tu was du gerne tust und das Geld wird folgen?“

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Was wissen wir heute über Geld verdienen im Internet mit Blog und ähnlichen Geschäftsideen?
Mehr als gestern – so einfach ist das nicht mehr!

Was hat sich 2018 am Marktplatz Internet verändert, was Sie als EinsteigerIn in das online Geschäft mit Informationen beachten müssen?

Die gute Nachricht:  Es gibt heute mehr Möglichkeiten als je zuvor, um seine Talente und Hobbys mit einer interessierten Öffentlichkeit zu teilen. Sind Sie motiviert, talentiert und fokussiert, wird Ihr Publikum mögen, was Sie tun. Lesen, was schreiben, Sie sich Ihre Bilder, Videos etc. ansehen und mit anderen teilen.

Die nicht so gute Nachricht: Leider heißt das noch lange nicht, dass Sie damit auch Geld verdienen, Ihren Job aufgeben und den ganzen Tag damit verbringen können, sich mit Dinge zu beschäftigen, an denen Ihr Herz hängt.

Ein Blog starten, „tun, was man gerne tut und das Geld wird schon folgen“ –  ist eine nette Idee, nur leider stimmt sie meist nicht.

Solange Sie nicht etwas produzieren, wofür Leute bereit sind, Geld auszugeben, werden Sie auch nichts verdienen.

Eine Hürde, die die wenigsten Einsteiger schaffen. Früher oder später werfen sie das Handtuch. Was bleibt, ist das Gefühl, versagt zu haben..

Nicht dass es unmöglich wäre, mit dieser „Kunst“ (attraktive Informationen zu publizieren) Geld zu verdienen. Einige  bringen es ja zu Geld und Ruhm.

Was sagt Seth Godin, erfolgreicher Unternehmer, Blogger, Bestseller Autor und Marketing Vordenker zur Frage,  ob sich „tun was jemand gerne tut“ und „finanzielle Sicherheit“ miteinander verbinden lassen?

In China gibt es das „Künstlerdorf“ Dafen.  Dort kopieren 10.000 angehende Kunstmaler und 2000 Künstler in über 300 Werkstätten jährlich ca. fünf Millionen Gemälde – mehr als 50 Prozent der weltweiten Produktion mit einem Wert von ca. knapp 30 Millionen Euro…

 

Massenfertigung bekannter Meisterwerke! Dasselbe Motiv wird in großer Stückzahl, wie am Fließband, hergestellt. Jeder Maler hat eine Farbe und geht von einem Bild zum nächsten, sobald er seinen Teil des Bildes erledigt hat. Diese Maler haben keine Angst, dass sie ihrer Rechnungen nicht bezahlen können. Sie arbeiten nicht als Künstler, sondern als Maler, die erkannt haben, dass sie von ihren künstlerischen Fähigkeiten alleine nicht leben können.

Seth Godin: „Die erste Regel ist, dass dafür zu sorgen, dass die Rechnungen kleiner werden. Lebe nicht in Manhattan, lebe in New Jersey und erzähl es niemandem. Und dann arbeiten Sie als Maler! Es ist absolut ehrenvoll, sich mit einem Job wie diesem seinen Lebensunterhalt zu verdienen und seine Kunst in der Freizeit zu machen. Vielleicht bringt sie ja irgendwann Geld. Oder vielleicht nicht.

Wenn Sie etwas in Ihrem Leben verändern wollen und Angst haben, dass es nicht funktionieren könnte, ist die Antwort nicht zu versuchen, diese Angst zu übertönen, sondern sie willkommen zu heißen und mit ihr zu tanzen“

Fallbeispiel „Gesund mit Freude essen“

Sie verdienen Ihr Geld in einer Anwaltskanzlei in der Innenstadt einer Großstadt? Machen einen guten Job. Man schätzt Sie als MitarbeiterIn. Doch immer, wenn Sie nach dem Wochenende wieder an Ihren Schreibtisch zurück kommen, fällt es Ihnen schwer, sich für das zu motivieren, womit Sie Ihr Geld verdienen.

Ihre große Leidenschaft ist kochen und gut essen. Wann immer Sie Zeit haben, stöbern Sie nach neuen Ideen, kochen nach und entwickeln selbst spannende Rezepte. Am Samstag kann man Sie am Markt treffen. Dort holen Sie sich die regionalen und saisonalen Zutaten für Ihr sonntägliches Mittagessen mit Familie und Freuden.

Als Koch arbeiten, kommt für Sie nicht in Frage. Doch ein Blog zu Ihrer Leidenschaft Kochen würden Sie liebend gerne zu Ihrem Beruf machen…  den ganzen Tag nur Dinge tun, die Ihnen Spaß machen…  forschen, ausprobieren, testen etc. Rezepte, Fotos und Videos, Tipps und Anregungen zusammen stellen und mit Ihren Lesern teilen. Doch Sie haben Angst, davon nicht leben zu können?

Geben Sie Ihren Job nicht auf. Starten Sie klein. In Ihrem Umfeld.

Mit einem FRAGE/ANTWORT Projekt, das Ihnen Spaß macht…  

„Wie kann ich Leuten helfen, die ich mag,
ein gesünderes Mittagessen am Schreibtisch zu finden,
das sie glücklich macht?“

 

Warum ist gesunde Ernährung heute nur so kompliziert und fremd geworden? Welche mystischen Qualitäten haben moderne Superfood Ernährungskonzepte im Vergleich mit dem simplen Essen, mit dem meine Mutter 96 und meine  Großmutter 92 Jahre lang gesund lebten? Für sie war ein Apfel noch ein Apfel… „ein Apfel am Tag hält den Doktor fern” (heute wissen wir, dass das stimmt, auf den jährlichen Check beim Arzt sollte Sie jedoch nicht verzichten).

Heidelbeeren waren Heidelbeeren… manchmal süß, manchmal säuerlich, oft fad. Heute sind sie zu Superfoods mit Antioxidantien gegen Krebs, Demenz etc. mutiert.

Glaubt man der Werbung für die diversen Superfoods, so kann man sich nur mit Chia Samen, Quinoa, Kokosnuss Öl, Mandelmilch, Grünkohl etc. wirklich gesund ernähren!

Doch ist Grünkohl wirklich gesünder als der normale Kohl, mit dem Großmutter und Mutter alt wurden? Teures, modisches Quinoa besser als die gute, alte Gerstengraupen Suppe? Goji Beeren besser als Heidelbeeren? Raps Öl nicht genauso gut wie Kokosnuss Öl, nur nicht so teuer? Und unser heimischer Leinsamen nicht gleich wertvoll, wenn nicht sogar gesünder, als schickes Chia? 

  • Warum stellen Sie aus dem, was wir heute zu gesunder Ernährung wissen, nicht Ihre geldwerte Lösung für ein gesünderes Mittagessen im Büro zusammen und teilen sie mit Leuten, die Sie mögen?
  • Verlangen Sie weniger dafür, als sie wert ist und mehr, als sie Sie kostet.
  • Testen Sie in Ihrem Umfeld die Kaufbereitschaft für diese Idee.

Haben Sie Ihren ersten Kunden gefunden,
wissen Sie „daraus lässt sich mehr machen!“

 

Früher hat man durchschnittliche Produkte für ein durchschnittliches Publikum entwickelt und dafür Marketing gemacht. Massenmarketing. Nicht für spezielle Gruppen (Randfiguren), sondern für die vielen Leute in der Mitte.

Das ist definitiv nicht die Strategie, auf die Sie heute noch setzen sollten.

Starten Sie klein und testen Ihre Problemlösung (Produktidee) bei interessierte  Leuten aus Ihrem Umfeld. Haben Sie den ersten Kunden akquiriert, wissen Sie dass es noch mehr Leute wie Sie selbst gibt – Ihre hungrige Meute, die danach sucht, was Sie zu bieten haben.

Seth Godin zitiert Otaku – japanischen Fans, die viel Zeit aufwenden, um einer Leidenschaft nachzugehen: „Ein großartiges japanisches Wort. Es beschreibt den Wunsch von jemandem, der so besessen ist, dass er zum Beispiel quer durch Tokio fährt, nur um die speziellen Ramen Nudeln in einem neuen Lokal zu kosten.“

Ein Produkt zu entwickeln, das jedes Problem löst – auch die man nicht lösen will –  ist nicht möglich. Es gibt heiße Soße Otaku, aber keine Senf Otaku. Daher gibt es auch viele, viele, viele Arten von scharfen Soßen und nicht so viele Arten von Senf. Nicht weil es so schwer wäre, interessanten Senf zu machen – man könnten auch weitere Arten von interessantem Senf produzieren.

Doch keiner tun es, weil es keine hungrige Meute gibt, die danach sucht und daher auch niemand seinen Freunden davon erzählt.

Machen Sie als einen großen Bogen um „Internetmarketing Experten“ und ihren Märchen vom Blog… „tun was dir Spaß macht und das Geld wird folgen.

Nehmen Sie das Fallbeispiel „Clean Eating – gesund oder Beschiss“ als Vorlage, um bei einer für Sie relevanten Frage die beste Antwort zu werden…  mehr dazu