BARF… „Wie füttere ich meinen Hund am Besten?“

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Hundefutter Info Quickie

Wer sich im Internet nach Informationen zum besten Futter für seinen Hund umsieht, kommt an der Frage “Barfen JA oder NEIN” kaum vorbei. Das ist der Zeitpunkt, an dem Sie die online Bühne betreten können, um diesen Leuten auf Ihrem Blog für meinen Hund Antwort zu geben!

Der folgende Beitrag – aus dem Englischen übersetzt – kann Ihnen dafür als Vorlage dienen. Er stammt nicht von einem Tierarzt, Ernährungsberater für Hunde oder Barf Shop, sondern gibt die Erfahrungen einer Hundehalterin nach 3 Jahren Barf Fütterung wieder…


         I. Was genau ist BARF und wie sicher ist es, seinem Hund Rohfutter zu geben…?

       II. Wie stellen Sie einen Hund auf Rohfutter um: Meine Erfahrungen

      III. Rohes Futter  –  Was und wieviel füttere ich meinem Hund?

 

I. Was genau ist BARF und wie sicher ist es, seinen Hund ROH zu füttern?

Informieren Sie sich gut, bevor Sie damit starten.

Viele von uns Hundehaltern haben von diversen Fertigfutter Rückholaktionen gehört und daraus gelernt, dass manche Hersteller gefährliche Ingredienzien verwenden – Chemikalien und andere, unnatürliche und nicht notwendige Beigaben, die nie in eine Hundefutter gelangen sollten.

Das kann schon Angst machen.

Daher haben sich Hundebesitzer auf der ganzen Welt nach Alternativen zu herkömmlichem Industrie Fertigfutter umgesehen, mit dem Ergebnis, dass sich die B.A.R.F Rohfütterung zu einer populären Alternative entwickelt hat. Aber ist diese Art von rohem Futter wirklich gesund und wie sicher ist es, seinen Hund mit rohen Knochen und Fleisch zu füttern?

Dieser Beitrag gibt Ihnen Antwort auf diese Fragen zu Hundefutter ROH:

1. Was ist  BARF und wodurch unterscheidet sich dies Art der Fütterung?
2. Wer steht hinter der Idee BARF Fütterung?
3. Warum in ihrem Inneren ein Zwergpudel und ein Wolf  genau gleich sind?
4. Warum Hunde dieselben Anforderungen an die Ernährung haben wie ihre Vorfahren, die Wölfe?
5. Ist es sicher, Hunde mit rohem Fleisch zu füttern? Können rohe Knochen nicht zu Verletzungen im Magen eines Hundes führen?
6. Welche potentiellen Gefahren bestehen bei Rohfütterung und wie gehen Sie damit um?

Was ist die BARF Fütterung?

In der englischen Sprache ist das Akronym Barf kein appetitlicher Ausdruck, um ein Futter zu beschreiben. Barf hat aber nichts mit ‚erbrechen‘ zu tun, sondern steht einfach für Biologically Appropriate Raw Food.

BARF Anhänger glauben daran, dass Hunde Allesfresser sind.

Die BARF zu Grunde liegende Idee ist daher, das nachzustellen, was Hunde in der freien Wildbahn fressen würden.

Dieses ‘Menü’ besteht aus rohem Fleisch und Knochen von Beutetieren sowie rohem Gemüse, Kräutern und Früchten, eine Mischung, die sich normalerweise im Magen der Beutetiere  findet.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte von BARF

In den 30er Jahren des 20. Jhdt. stellte eine Studentin namens de Bairacli Levy die traditionelle Herangehensweise der Veterinärmedizin in Frage und begab sich auf eine Reise um die Welt, um die traditionellen Rezepte zur Heilung von Menschen, Nutz- und Haustieren zu erkunden. Eine ihrer ersten Schlussfolgerungen war, dass Hunde gesünder sind, wenn sie natürlich mit rohem Futter ernährt werden und regelmäßig fasten.

Ihr Buch  „Die Heilung der Hundestaupe und der Hartballenkrankheit durch natürliche Methoden“ erregte Aufsehen, doch um 1950 begann industriell hergestelltes Fertigfutter auf Grund des geringen Aufwands den Markt der Haustierfütterung zu erobern.

Die natürliche Fütterung war in Vergessenheit geraten und die meisten Hunde und Katzen bekamen Dosen- und/oder Trockenfutter, als 1993 der Veterinär Ian Billinghurst aus Australien sein Buch  ‘Give your Dog a Bone’ veröffentlichte, in dem er so wie de Bairacli Levy die Verbindung  zwischen Gesundheit von Hunden und dem Futter herstellte.

Zur selben Zeit, als die BARF Futter Bewegung zu wachsen begann, gewann auch eine ähnliche Methode an Popularität. Ihr lag der Glaube zu Grunde, dass Hunde reine Fleischfresser seien und daher hauptsächlich mit fleischigen Knochen ernährt werden sollten. Der britische Veterinär Tom Lonsdale schrieb dazu das Buch Raw Meaty Bones: Promote Health, in dem er verschieden wissenschaftliche Studien zu Rohfutter zitierte, um besorgte Hundehalter zu beruhigen, die Zweifel hatten, ob sie ihren Liebling mit Rohfutter füttern sollten.

Natürlich sponsern auch die Hersteller von kommerziellem Fertigfutter ihre eigenen Studien, die beweisen, warum ihr Futter besser ist … aber das ist eine eigene Geschichte.

Ist Rohfutter ein neues Konzept?

Der Wolf und der Hund

Wir wissen nicht genau, wann für einen domestizierten Hund der erste Stock geworfen wurde und er apportieren lernte.W ir wissen auch nicht genau, ob Menschen den Wolf in Ihre Behausung holten oder die Wölfe selbst sich dafür entschieden, sich zu domestizieren.

Gesichert ist, dass unser Haustier, der Canis Lupus Familiaris, eine domestiziert Form des Canis Lupus ist, von dem wir wissen, dass es ihn schon vor ca. 40.000 Jahren gab, während es domestizierte Hunde erst seit ca. 14.000 Jahren gibt.

Im Lauf der Zeit haben sich sowohl Physis als auch Verhalten der Hunde an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen angepasst. So haben wir nun Hunde, die auf Jagd spezialisiert sind, andere graben Tunnel, bewachen Objekte oder machen sich als Schäfer- oder Schoßhunde  nützlich.

Interessanterweise ist im Laufe dieses Prozesses das Innere der Hunden genau dasselbe geblieben. Abgesehen von der Größe, gibt es keine Unterschiede zwischen den inneren Organen und dem Verdauungssystem eines Yorkshire Terrier und dem eines Wolfs.

Alle auf dieser Erde lebenden Kreaturen haben ihre eigene Art der Ernährung. Zwar ist es möglich, dass eine Art sich auf eine neue Form der Ernährung umstellt, doch nach der Einschätzung der Paläontologen dauert das mindestens 100.000 Jahre. Es verwundert daher nicht, dass Hunde aufblühen, wenn sie das zu fressen bekommen, was ihrer Vorfahren viele Generationen lang gefressen haben.

Wie sicher ist es, einen Hund mit rohem Fleisch und Knochen zu füttern?

Alte Überlieferungen und Geschichten, die Angst machen, sind schwer auszurotten. Ich weiß nicht, wie oft ich von wohlmeinenden Leuten davor gewarnt wurde, an Hunde ja keine Hühner- oder Fischknochen zu verfüttern, da sie daran ersticken werden.

Erzähle ich ihnen dann, wie gerne mein Hund die Hühnerflügel frisst, mit denen ich ihn füttere, so schütteln sie nur ungläubig den Kopf und stellen die Frage, ob ihn all dieses rohe Fleisch nicht blutgierig macht. Blutgierig? Mein Hund? Ich kann ihnen versichern, dass er viel lieber einem Tennisball nachläuft, den ich geworfen habe, als mir an die Gurgel zu gehen.

Doch damit genug über mich und meinen Hund. Besser wir beschäftigen wir uns jetzt mit der Art und Weise, wie Hunde ihr Futter fressen und verdauen, denn dann werden Sie auch verstehen, warum es sowohl sicher als auch gesund ist, einen Hund mit rohem Fleisch und Knochen zu füttern.

Hunde haben Zähne und Magen eines Raubtiers

Auch wenn sich Hunde gerne etwas vom Tisch holen, was wir essen, so bleiben sie doch Fleischfresser, die  von der Natur dafür ausgerüstet  wurden, Beutetiere zu erlegen und zu fressen.

So wie Wolf, Löwe und Fuchs haben auch Hunde kräftige Muskeln, Sehnen und ein Herz-Kreislaufsystem, das sowohl kurze Sprints als auch Ausdauerbelastung unterstützt.

42 Zähne – nicht zum Kauen

Dass selbst ein kleiner Köter dafür ausgerüstet ist, zu jagen und Beutetiere zu erlegen, beweisen seine Zähne. Sie liegen in der Verlängerung der Augen und sind von Lippen umgeben, die wie ein elastischer Vorhang anmuten. Mit ihren 42 Zähnen sind sie für Dinge gerüstet, die sich von dem unterscheiden, wofür wir Menschen unsere Zähne benötigen. In der Wildnis gab es kein Trockenfutter. Diese Tiere brauchten Fangzähne, um ein Beutetier zu erlegen, spezielle Zähne, um das Fleisch von den Knochen zu kratzen und Backenzähne wie Nussknacker, um die Knochen zu zerkleinern.

Verletzen Knochen nicht den Magen meines Hundes?

Wir Menschen verwenden beim Essen viel Zeit darauf, unsere Nahrung gut zu kauen und mischen sie dann mit Speichel, der Enzyme enthält, die den Verdauungsprozess in Gang setzen.

Hund haben nicht dieselben Enzyme in ihrem Speichel und da ihre Kieferknochen sich nur auf und ab bewegen, können Sie ihr Fressen auch nicht so gut kauen und schlucken es daher so schnell wie möglich.

Ihr Speichel enthält ein spezielles Enzym, das schädliche Bakterien im rohen Fleisch abtötet, daher wird Ihr Haustier auch nicht krank, wenn es einen Knochen frisst, den es vor einer Woche im Garten vergraben hatte.

Mit einem PH Wert 1 – 2 (5 beim Menschen) ist der Magen eines Hundes extrem sauer. Dort treffen Fleisch und Knochen auf eine Kombination von Enzymen und anderen chemischen Substanzen, die auch Knochen verdauen können.

ROH ist entscheidend

Es ist schon erstaunlich, wie ein Hund einen ganzen Hühnerflügel verschlingt, auf den er nur ein oder zwei Mal gebissen hat und ihn dann zu einem Stuhl verarbeitet, den er am nächsten Tag am anderen Ende ausscheidet.

Doch Achtung – Kochen verändert die Molekularstruktur, die Knochen werden dadurch spröde und scharf, sodass der Magen Ihres Hundes sie nicht mehr verarbeiten kann. Das kann zu ernsthaften Verletzungen, sogar zum Tod, führen. Geben Sie Ihrem Hund daher nie gekochte Knochen zu fressen!

Mögliche Gefahren von ROH Fütterung

Zwar ist der Magen eines Hundes für Rohfutter eingerichtet, doch es gibt auch ein paar damit verbundene Risiken, auf die Sie sich einstellen sollten.

Verkeilen

Verkeilt sich ein Teil des Futter Ihres Hundes in den Atemwegen, ist das eine Notsituation, um die Sie sich sofort kümmern müssen – Futter, das im Rachen steckt, muss sofort entfernt werden.

Sie können aber verhindern, dass es so weit kommt, indem Sie größere Stücke Fleisch und Knochen füttern. Das ist sicherer als kleine Bissen. Dass Knochen am Weg in den Magen stecken bleiben, verhindern größere Knochen mit mehr Fleisch.

Verstopfung

Verfüttern Sie zu große Portionen, kann das zu schmerzhaften Verstopfungen führen. Achten Sie daher auf eine ausgewogene Ernährung einschließlich genügend Innereien. Geben Sie auch fein verarbeitetes Gemüse dazu, es erleichtert die Verdauung von Knochen.

Bakterien

Rohes Fleisch für den Hund enthält Bakterien, so wie auch das Fleisch, das wir Menschen essen. Achten Sie darauf, dass Sie immer Ihre Hände und die verwendeten Küchengeräte waschen. Die Enzyme im Speichel des Hundes zerstören schädliche Bakterien, was übrig bleibt, erledigt die Säure im Magen.

Würmer

Rohes Fleisch enthält Eier von Würmern. Entfernen Sie Hundestuhl immer aus dem Garten und entwurmen Sie Ihren Hund regelmäßig.

Nierenversagen

Der hohe Gehalt von Kalzium/Phosphor  in Rohfutter kann zu Nierenversagen führen – achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, sollte das kein Problem werden.

Salmonellen

Im Speichel oder auf der Haut von Hunden finden sich keine Salmonellen. Hat ein Hund mit Salomnellen infisziertes Futter gefressen, finden sich bei einem Drittel aller Hunde diese im dann auch Kot. Füttern Sie daher nur auch für den menschlichen Verzehr geeignetes Fleisch und beseitigen Sie Hundekot immer sofort.

  II. Wie stellen Sie einen Hund auf Rohfutter um: Meine Erfahrungen

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